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Pierre-André Gremaud
Markenstrategie · Regionale Marken und Labels

Region oder Branche. Viele Marken und Labels, keine klaren Rollen.

Jedes dieser Zeichen wurde aus einem guten Grund geschaffen. Doch ihre Rollen und ihr Zusammenspiel wurden nie gemeinsam festgelegt.

Zwei Kisten mit Kartoffeln auf einem Hofstand. Eine Hand befestigt ein handgeschriebenes Schild mit dem Namen Bintje neben einem weiteren mit der Aufschrift Agria.
Typische Ausgangslagen

Welcher dieser Sätze trifft auf Sie zu?

Wählen Sie den Satz, der Ihrer Situation am nächsten kommt. Er zeigt, welcher Entscheid ansteht und was sich dadurch ändern kann.

  • Der Entscheid

    Welche Rolle jede Marke und jedes Label hat und wie sie zusammenspielen.

    Was sich dadurch ändert

    Ihre Zeichen konkurrieren nicht mehr miteinander. Jedes steht für eine eigene Garantie und hat seinen Rang.

  • Der Entscheid

    Welche Zeichen Sie behalten, welche Sie zusammenführen und wofür jedes nach aussen steht.

    Was sich dadurch ändert

    Weniger Zeichen, die leichter zu verstehen sind.

  • Der Entscheid

    Die Nutzungsregeln: wer die Marke verwenden darf, unter welchen Bedingungen und mit welchen Garantien.

    Was sich dadurch ändert

    Partner, die wissen, welche Verpflichtungen sie einhalten müssen, und Regeln, die nicht bei jedem politischen Wechsel neu diskutiert werden.

  • Der Entscheid

    Was das Label garantiert, was kontrolliert wird und welche Rolle eine Zertifizierung übernimmt.

    Was sich dadurch ändert

    Ein Label gewinnt wieder an Wert, weil seine Anforderungen wieder eingehalten werden.

  • Der Entscheid

    Was die gemeinsame Marke verspricht und was jeder Bereich dazu beiträgt.

    Was sich dadurch ändert

    Akteure, die eine gemeinsame Botschaft vertreten, ohne ihre eigene Identität aufzugeben.

  • Der Entscheid

    Was zusammengeführt wird, was bestehen bleibt und nach welchem Zeitplan der Übergang erfolgt.

    Was sich dadurch ändert

    Keine Doppelspurigkeiten mehr zu finanzieren, und ein Übergang mit festem Enddatum.

Der Entscheid

Welche Rolle jede Marke und jedes Label hat und wie sie zusammenspielen.

Was sich dadurch ändert

Ihre Zeichen konkurrieren nicht mehr miteinander. Jedes steht für eine eigene Garantie und hat seinen Rang.

Was das Mandat verändert

Aus konkurrierenden Zeichen wird ein klares System.

  1. Vorher

    Konkurrierende Marken und Labels

  2. Die Entscheide

    Welche Rollen, welche Garantien, welche Nutzungsregeln

  3. Nachher

    Klare Rollen und schriftlich festgehaltene Regeln

Heute

Sechs Zeichen, keine Hierarchie

  • Marke der Region
  • Landwirtschaftslabel
  • Handwerkslabel
  • Qualitätszertifizierung
  • Tourismusmarke
  • Holzlabel

Alle treten gegenüber den Konsumenten auf derselben Ebene und mit demselben Gewicht auf, oft sogar mit demselben Versprechen.

Nach dem Mandat

Drei Ebenen, schriftliche Regeln

  1. Die Marke der RegionWofür die Region steht und was sie allen garantiert.
  2. Die BranchenlabelsWas jeder Bereich unter festgelegten Nutzungsbedingungen zum gemeinsamen Versprechen beiträgt.
  3. Die QualitätszertifizierungWas nach festgelegten Kriterien kontrolliert wird und wer deren Einhaltung sicherstellt.

Jede Ebene hat ihre Rolle, ihre Garantie und ihre Nutzungsbedingungen. Die Konsumenten wissen, wer was verspricht.

Der Umfang

Was das Mandat umfasst.

Die Diagnose setzt die Prioritäten. Aus ihnen legen wir den Umfang des Mandats fest.

  1. Die Situation verstehen

    • Die Diagnose hält die Feststellungen, die Prioritäten und den Umfang des Mandats fest.
    • Bei einer Weiterführung des Mandats kann eine vertiefte Analyse sinnvoll sein, zum Beispiel zur heutigen Nutzung der Marken und Labels durch ausgewählte Partner.
  2. Prioritäten festlegen

    • Die Markenarchitektur, die die Rolle jeder Marke und jedes Labels sowie ihr Zusammenspiel festlegt
    • Die Positionierung Ihrer Marken und Labels und was sie von jenen benachbarter Regionen unterscheidet
    • Eine erste Prüfung der Verfügbarkeit vorgesehener Namen, bevor Sie sich auf einen festlegen
  3. Regeln und Botschaften festhalten

    • Die Nutzungsbedingungen der Marke sowie die damit verbundenen Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten
    • Die Rolle einer Qualitätszertifizierung, ihre Kriterien und ihr Zusammenspiel mit dem dazugehörigen Label
    • Die gemeinsamen Botschaften und wie die beteiligten Bereiche sie für sich konkretisieren können
  4. Die Umsetzung vorbereiten

    • Die Grundsätze für den Übergang von der heutigen Situation zur gewählten Markenarchitektur
    • Der Plan für die Marktbearbeitung und die Kennzahlen

Nicht Teil des Mandats

  • Politische Entscheide zwischen den beteiligten Gemeinwesen. Diese bleiben in deren Verantwortung.
  • Die Aufnahme und der Ausschluss von Partnern, über die Ihre zuständigen Gremien entscheiden.
  • Die laufende Kontrolle der Markennutzung und allfällige Sanktionen.
  • Die rechtliche Prüfung und Markenanmeldung. Diese übertragen Sie einem Spezialisten für Immaterialgüterrecht.

Ein Dokument allein sorgt noch nicht dafür, dass die Regeln einer gemeinsamen Marke eingehalten werden. Entscheidend ist, dass ihre Träger an den Entscheiden beteiligt waren.

Erfahrung aus einer vergleichbaren Situation

Autonome Partner einigen sich auf eine gemeinsame Ausrichtung.

Verbier PromotionDirektor

Verbier, Val de Bagnes und La Tzoumaz sind drei Destinationen in verschiedenen Gemeinden. Ich habe die Markenarchitektur entwickelt, die sie verbindet: eine gemeinsame Ausrichtung, ohne die Eigenständigkeit der einzelnen aufzugeben. Sechs Jahre lang hatte ich den Vorsitz der Marketingkommission, in der voneinander unabhängige Akteure gemeinsam entschieden.

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